Salam aleikum Maroc, wir sind da!

 

Reise ins Ait Bouguemez und Erfahrungen in der école vivante

Unsere Reise mit vielen spannenden Begegnungen und Erlebnissen (15. bis 29. April 2016) führte  von Marrakesch in den Hohen Atlas nach Imelghas, wo wir in der ersten Woche einige Tage mit Schulbesuchen in der école vivante wie auch in der öffentlichen Schule, mit Marktbesuch und mit Wandern verbrachten.

Unsere Gruppe bestand aus elf Erwachsenen – vor allem Pädagoginnen – und zwei Kindern, die unser Programm sehr interessiert und engagiert mitmachten.

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Spät am Abend in Marrakesch angekommen, schnell eines der traditionellen Zimmer bei Hafsa bezogen und noch einen Abstecher auf den Platz Dejmna El Fna!

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Am anderen Tag erwartete uns eine lange Reise ins Ait Bouguemez mit dem Wahrzeichen des Sidi Moussa. Das Gebäude auf dem Kegelberg war lange der Getreidespeicher und Rückzugsort für die Menschen aus dem Dorf, dann wurde es Wohnort für einen Weisen und heute kann man bei Kerzenlicht die einzelnen Getreidekammern und einige Gegenstände des verstorbenen Mannes besichtigen.

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Von hier oben bietet sich ein prächtiger Blick über das grüne Tal; überall wo Wasser durch die Felder fliesst, sind sie fruchtbar und ergeben gute Gemüse- und Obsternten. Die vielen Apfelbäume standen in voller Blüte und waren fachmännisch geschnitten.

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Am Fuss des Berges erblickt man die école vivante: rechts das Primarschulhaus mit dem Schulgarten und links davon der Rohbau des Collèges. Wenn wir der Einfriedung nach oben folgen, kommen wir zur grünen Oase, ein grosses Feld frisch bepflanzt mit allerlei Frucht- und Olivenbäumen. Mit Blick ins Tal schliesst sich das Privathaus der Schulleitung an. Alle Gebäude – in Zukunft auch der erste Stock des Collèges – sind in der traditionellen Lehmbauweise erstellt.

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Auf steiniger, staubiger Strasse gelangen wir zur Schule. Kaum öffnet sich das Schultor, fühlen wir uns wie in einer Oase (auch im übertragenen Sinn). Itto und die Lehrer begegnen allem und jedem mit Wertschätzung und Sorgfalt. Damit bereiten sie einen idealen Boden zum Lernen, der mit vielfältigen Lehrmitteln ergänzt wird. Die école vivante will aber kein geschlossener Ort sein. Sie ist bereit, ihr Wissen und ihre Erfahrung mit den Dorfbewohnern und den Lehrern der staatlichen Schule, die nicht über die gleichen Möglichkeiten verfügen, zu teilen. (Elisabeth)

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Am Projekttag stellten zwei Teams Spiele mit mathematischem Hintergrund her und übten diese in kleineren Gruppen ein – auch die Lehrpersonen legten sich tüchtig ins Zeug!

 

 

 

Eine andere Gruppe bereitete das Essen für die ganze Schule zu: Maurizio rührt im Risotto, andere schnetzelten Salat und Früchte für den Dessert, bis es endlich draussen ein grosses Buffet gab.

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Was mich in der école vivante unter anderem beeindruckt hat ist das riesige Engagement und die Spannbreite der Aufmerksamkeit. Da werden liebevoll mit den Schülerinnen und Schülern persönliche kleine Gärtchen angelegt und gepflegt, und nebenan entsteht das neue Gebäude für das Collège. Von Anfang an durchdacht für künftige Nutzungen – und gleichzeitig wird die Installation der Beleuchtung als Projekt für die 6. Klasse aufgezogen, um den Schülerinnen und Schülern den Beruf des Elektrikers näher zu bringen. Das finde ich Lebensschule!

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Ein Bild während einer unserer Spaziergänge hat sich mir eingeprägt: Ein Jugendlicher reitet auf einem Esel in die Felder, in den Ohren die „Stöpsel“ und in der Hand das Portable!
Die Gleichzeitigkeit von mittelalterlichem Transportmittel und neuester Technologie hat mich fasziniert. (Beatrice)

 

Die école vivante ist eine für marrokanische Verhältnisse super gute Schule. Eindrücklich und anspruchsvoll ist, dass die Schüler in vier Sprachen und Schriften (Zeichen) unterrichtet werden: Arabisch, Berber, Französisch und Gebärdensprache. Ich fand die Gebärdensprache sehr interessant, weil sie nur aus Zeichen besteht. Mit den Schülern wird ausserdem sehr viel gespielt. Die Lehrer und Lehrerinnen sind sehr verständnisvoll gegenüber Kindern. Interessant war, dass viele Knaben auch gerne Fussball spielen. (Maurizio)

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Am besten hat mir der Mathematikunterricht in der 1./2. Klasse gefallen. Draussen arbeiten ist viel schöner als im Schulzimmer drin sitzen, wie wir das in unserer Schule immer müssen. Oft ist es bei uns dann auch sehr heiss im Pavillon. Das Fussballspielen in der Pause hat mir auch gefallen. (Loreno)

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Zum Schluss unserer eindrücklichen Tage haben wir uns mit Singen und Händeschütteln von den fröhlichen Schülerinnen, Schülern und Lehrpersonen verabschiedet.

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2 Gedanken zu “Salam aleikum Maroc, wir sind da!

  1. Mir wird ganz warm ums Herzen !
    Ich freue mich, dass ihr die école vivante und das Tal in der ganzen Lebendigkeit und Fülle erlebt habt !

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